Antikörper im Blut sind ein Beleg dafür, dass ein Organismus schon einmal Kontakt mit einem bestimmten Erreger hatte. Die Ausnahme bilden die maternalen Antikörper in Ferkeln, welche von der Sau mit der Muttermilch abgegeben werden und die Ferkel vor einer Frühinfektion schützen. In diesem Falle sind die Antikörper beim Ferkel ein Beleg für den Erregerkontakt der Mutter.
Ein Antikörpernachweis im Blut erfolgt in den meisten Labors mit einem ELISA. Wurde der Lebendimpfstoff von Boehringer Ingelheim eingesetzt, können über einen IPMA die Antikörper bezüglich ihres Ursprungs unterschieden werden - ob sie ausschließlich durch die Impfung entstanden sind, oder ob das Tier zusätzlich Kontakt zu Feldvirus hatte.
. Diese Unterscheidbarkeit ist vor allem wichtig:
Bei Sanierungsabsichten
In geimpften Betrieben mit erhöhtem PRRS Risiko. Hier sollte regelmäßig überprüft werden, ob noch Feldvirus vorhanden bzw. wieder in den Betrieb eingetragen wurde. Erhöhtes PRRS-Risiko besteht in schweindichten Regionen, bei hohem Tierverkehr sowie bei Ferkel- und Jungsauenlieferungen aus mehreren Betrieben.
In jedem professionellen Sauenbetrieb, der zukunftsorientiert ausgerichtet ist und den PRRS-Status seiner Herde regelmäßig kontrollieren möchte.