
Die Virusvermehrung erfolgt unter anderem in den Immunzellen der Lunge, den Makrophagen. Deshalb sind die Abwehrmechanismen der Lunge bei infizierten Tieren über einen Zeitraum von meist mehr als 3 Wochen deutlich beeinträchtigt. Alle möglichen, im Bestand vorkommenden Infektionserreger können so ungehindert über die Lunge in das Tier eindringen. In Abhängigkeit von der Art und Menge der im Bestand vorkommenden anderen Erreger kann die PRRS-Infektion im Atemwegsbereich sehr unterschiedlich verlaufen.
Anders im Fortpflanzungsbereich. Hier ist das klinische Bild hauptsächlich von den Eigenschaften des Virus sowie dem Reproduktionsstadium und dem Immunstatus des Tieres abhängig. Klinische Symptome treten insbesondere dann auf, wenn Sauen kurz vor Belegung oder nach dem 70. Trächtigkeitstag infiziert werden.
Nicht nur klinisch, mit seinen vielseitigen und in jedem Bestand unterschiedlich ausgeprägten Symptomen bereitet diese Virus Kopfzerbrechen, sondern auch durch seine hohe Veränderungsfreudigkeit, welche inzwischen zu unzähligen verschiedenen genetischen Varianten geführt hat. Das PRRS – Virus hat eine hohe Variabilität.

Gesunde Lungenabwehrzelle (Makrophage) mit "Fangarmen"; sorgt dafür, dass mit der Atemluft eindringende Bakterien und Viren unschädlich gemacht werden.
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PRRS-infizierte, tote Lungenabwehrzelle (Makrophage); die "Fangarme" sind verschwunden und eine Vielzahl von Erregern kann ungehindert über die Lunge in den Organismus des Tieres eindringen.
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