reproduktive Krankheitssymptome Sauenherde

Hier sind die Symptome hauptsächlich von den Eigenschaften des jeweiligen PRRS-Virus sowie dem Reproduktionsstadium und dem Immunstatus der Sauen abhängig. Von der Lunge ausgehend, verbreitet sich das PRRS-Virus über das Blut in andere Organe. Auf diesem Wege gelangt es auch in die Gebärmutter, wo es je nach Trächtigkeitsstadium Fruchtbarkeitsstörungen auslösen kann.

In einer Sauenherde werden häufig folgende Krankheitssymptome im Rahmen einer PRRS-Infektion beobachtet:
- vermehrt totgeborene Ferkel (Aborte)
- vermehrt Saugferkelverluste 
- vermehrtes Umrauschen (überwiegend regelmäßig) 
- vermehrt Frühgeburten (ab 100. Trächtikeitstag) bei sonst unauffälligen Sauen 
- vermehrt lebensschwach geborene Ferkel 

Die klinischen Krankheitssymptome in einer Sauenherde gehen häufig nach einigen Monaten zurück, um nach 6-8 Monaten wieder aufzuflackern. Das PRRS-Geschehen verläuft in solchen Herden wellenförmig, wobei sich Zeiten klinischer Symptome mit nahezu symptomlosen Monaten abwechseln.

Klinische Symptome werden sichtbar, wenn sich empfängliche Tiere kurz vor der Belegung (Umrauschen) oder nach dem 70. Trächtigkeitstag (Aborte ab dem 110. Trächtigkeitstag oder Geburt toter, lebensschwacher oder mumifizierter Ferkel) infizieren. Die klinischen Symptome treten allerdings jeweils erst mehrere Wochen nach der Infektion auf.


Totgeborene Ferkel


> Ähnliche Krankheitsbilder