wirtschaftliche Folgen

PRRS gehört zu den verlustreichsten Erkrankungen in der weltweiten Schweineproduktion. Die Verluste sind abhängig von verschiedenen Risikofaktoren wie Tierzukauf, Betriebsmanagement, Belegungsdichte, Hygiene, Stallklima und Infektionsdruck. Allein in Deutschland sind ca. 70 – 90 % aller Betriebe PRRS-Virus positiv. Die Mehrzahl der Betriebe führt jedoch mithilfe unterschiedlicher Impfprogramme eine erfolgreiche PRRS-Kontrolle durch.

Zusätzlich zu den direkten finanziellen Schäden spielen weitere PRRS-bedingte Verlustquellen in der Schweinemast eine Rolle: der höhere Arbeitsaufwand in der Krankheitsbekämpfung, das Auseinanderwachsen von Mastpartien, die geringere Ausnutzung der Mastplätze und die schlechtere Schlachtkörperqualität erkrankter Tiere.

Wissenschaftlich belegt: Leistungseinbußen durch PRRS in der Mast

Im Rahmen einer Doktorarbeit1 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn wurde die Lungengesundheit von über 10.000 Mastschweinen anhand von verschiedenen Befundkategorien beurteilt. Am Schlachthof wurden 587 Blutproben entnommen und serologisch auf die 5 wichtigsten Erreger im Zusammenhang mit Atemwegsinfektionen untersucht. Diese wurden mit den biologischen Leistungsdaten von insgesamt 78 Mastdurchgängen aus 20 Betrieben verglichen.


Bewertungskriterien

• Umfang des Antibiotikaeinsatzes
• Prävalenz klinischer Symptome
• Biologische Kenngrößen: Tageszunahmen und Futterverwertung
• Ökonomische Kenngröße: Bruttomarge in Euro je Stallplatz

Das Ergebnis:
Den stärksten Einfluss auf die Leistungen hatte, neben dem Nachweis einer APP Serotyp-2-Infektion, das PRRS-Virus.

Tiere in positiven Durchgängen zeigten
• ca. 70 g niedrigere Tageszunahmen
• eine deutlich schlechtere Futterverwertung
• Verluste von bis zu 31 Euro pro Mastplatz und Jahr*

Mit der Überprüfung des betriebseigenen PRRS-Status lassen sich potenzielle Verluste rechtzeitig aufdecken. Die PRRS-Impfung kann zusätzlich möglichen Verlusten entgegenwirken.


1 Düsseldorf, S. Concept of key performance indicators controlling consumer oriented quality and herd health management in a Bavarian pork chain. Diss. Bonn 2013
*Errechnet mit durchschnittlicher täglicher Wachstumsrate und durchschnittlicher Futterverwertung sowie weiteren Parametern wie Ferkelpreis, Einstallgewicht, Preis pro Kilo Fleisch, Transportkosten, Belegung des Stalles und verkauftes Gewicht in kg.

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